Mühlviertel im Frühling
Fotos: Elisabeth Kolbry
Fotos: Elisabeth Kolbry
Arbeit als Spiegel der Gesellschaft – künstlerische Positionen Im Dom Museum Wien beleuchtet die Ausstellung „Alles in Arbeit“ anhand von unterschiedlichen Zugängen und einer sehr treffenden Auswahl von Kunstwerken vom Mittelalter bis zur Gegenwart diese einen großen Teil unseres Lebens bestimmende Thematik. Grundlage für die Ausstellung waren neben historischen Zusammenhängen besonders auch gegenwärtige Entwicklungen. „Wirtschaftliche Krisen, globale Ungleichheit und eine Arbeitswelt im Wandel machen das Thema Arbeit heute besonders dringlich: Wer arbeitet zu welchen Bedingungen und mit welcher Anerkennung? Zugleich…
Sozialdemokratin und Sozialpolitikerin Amalie Ryba wurde 1876 in Wien geboren. Aufgrund der Armut der Familie musste sie schon als Schulkind als Näherin Heimarbeit verrichten und bereits im Alter von 12 Jahren die Schule verlassen, um als Dienstmädchen zu arbeiten. Geprägt von ihrem gewerkschaftlich organisierten und parteipolitisch aktiven Vater, trat sie bereits mit 16 Jahren dem Gumpendorfer Arbeiterbildungsverein bei. Sie engagierte sich in der Frauenbewegung, wurde Schriftführerin des Lese- und Diskutierclubs Libertas. Als 17jährige, damals als Packerin im Magazin einer Appreturfabrik…
im Botanischen Garten in Wien Fotos: Elisabeth Kolbry
Technik, Kunst und Starkult Die Fotosammlung der Albertina in Wien mit rund 100 000 Werken ist die Größte ihrer Art in Österreich. Sie deckt den Zeitraum von den ersten Experimenten im 19. Jahrhundert bis hin zu zeitgenössischen Arbeiten in den Bereichen Porträts, Architekturaufnahmen, Landschaftsbilder und Street Photography ab. Die derzeit laufende Ausstellung „Tanzbilder“ ist der Geschichte der Tanzfotografie gewidmet. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie die Entwicklung der Fotografie, des Tanzes um 1900 vom klassischen Ballett zum Ausdruckstanz und die…
im Alpengarten in Wien Fotos: Elisabeth Kolbry
Wer regiert die Welt? Über Jura Soyfer (geboren 1912 in Charkow, ermordet 1939 im KZ Buchenwald) habe ich bereits in mehreren Beiträgen berichtet (Link siehe unten). Er war ein zeitkritischer Dichter, der seine Welt in aller Klarheit gesehen und beschrieben hat, und – wie wir heute feststellen können – einer mit Weitblick. Er hat in den 1930er-Jahren auf gesellschaftliche und politische Zustände hingewiesen, denen wir in der Gegenwart, wenn auch in anderer Form, aber nicht weniger gefährlich, wieder begegnen. In…
Natur im Bild Die Entwicklung der Landschaftsmalerei im 19. Jahrhundert in Europa steht im Mittelpunkt der Ausstellung „Nach der Natur gemalt“ im Unteren Belvedere, in der 48 Werke von Ferdinand Georg Waldmüller und 16 Arbeiten seiner Zeitgenossen, darunter John Constable, Jean-Baptiste Camille Corot, Théodore Rousseau, zu sehen sind. Ansichten der Natur wurden zu dieser Zeit erstmals als eigenständige Kunstwerke angesehen. Die Präsentation der Werke von Georg Ferdinand Waldmüller in Verbindung mit der Entwicklung der Naturdarstellungen vor allem in England und…
Kunst, Wissenschaft und Mythologie In der Reihe WMW Contemporary, in der historische Sammlungen des Weltmuseums mit zeitgenössischer Kunst in Verbindung gebracht und dadurch in neue Zusammenhänge gestellt werden, zeigt das Weltmuseum Wien eine Ausstellung mit Werken der Künstlerin Indah Arsyad. Indah Arsyad, geboren 1965 in Ambon, Indonesien, ist ausgebildete Landschaftsarchitektin und Umwelttechnologin und eine der bedeutendsten zeitgenössischen Medienkünstlerinnen Indonesiens, deren Werke u.a. in Korea, Indien, Argentinien und London ausgestellt wurden. In ihrer Arbeit befasst sie sich mit den Themen Klimawandel,…
Kolonialismus am Fensterbrett Mit der Herkunft von zehn in unseren Breiten bekannten Zimmer- und Balkonpflanzen und ihrem Weg in unsere Lebenswelt befasst sich die Ausstellung „Kolonialismus am Fensterbrett“ im Weltmuseum Wien. Gleichzeitig zeigt sie, welche unterschiedlichen Dimensionen der Kolonialismus hat. Ab dem Ende des 15. Jahrhunderts bis weit in das 20 Jahrhundert hinein wurden große Teile der Welt durch Europäer erobert, besetzt und ausgebeutet. Konkret bedeutete das die politische und militärische Herrschaft über diese Gebiete, deren wirtschaftliche Ausbeutung und die…